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Bekömmlicher Fasten-Auftakt

 

Traditionsgemäß servieren örtliche Gastronomiebetriebe
ab Aschermittwoch leckere Fischvariationen

Alles vorbei? Von wegen! Zwar sind am Aschermittwoch die tollen Tage Vergangenheit, der damit verbundene Fleischverzicht muss aber gewiss nicht als Strafe empfunden werden. Zumindest nicht im Landkreis. An diesem Tag haben Schweinsbraten und Schnitzel auf den Speisekarten zahlreicher örtlicher Gastronomiebetriebe keine Chance gegen die Konkurrenz aus dem Wasser. Denn das traditionelle Essen von Forelle, Waller, Karfpen, Lachs und Co. an Aschermittwoch gehört zum Beginn der christlichen Fastenzeit so dazu wie der Faschingsdienstag zu Fasching. 40 Tage lang dauert die Fastenzeit, rechnet man den Karfreitag und Karsamstag dazu. Sonntage zählen nicht. Die Zeichnung mit einem Kreuz aus der Asche von Palmkätzchen auf der Stirn der Bußfertigen gab dem Aschermittwoch seinen Namen. Die Austeilung des Aschekreuzes lässt sich bereits seit dem 10. Jahrhundert nachweisen.

 

Beendet wird die Fastenzeit am größten kirchlichen Feiertag, in der Osternacht. Mit der Fastenzeit und dem Aschermittwoch werden auch heute noch alte Bräuche und Traditionen verbunden. Nach der christlichen Lehre sollen in der Fastenzeit vor allem durch Verzicht auf Fleisch, Alkohol und Süßes sowohl Körper als auch Geist gereinigt werden. Menschen, die bewusst fasten, berichten, dass sie durch den konsequenten Verzicht eine andere Einstellung zu ihrem Leben bekommen haben und der freiwillige Verzicht auf Liebgewonnenes den Blick auf das Wesentliche schärfe.

 

Auch die politischen Parteien haben den Aschermittwoch längst für sich entdeckt. Sie laden an diesem Tag zum politischen Fischessen ein. Dabei werden traditionell deftige Sprüche zum eher leichten Fischgericht aufgetragen. Und: Der Verzehr von Fisch fällt nicht unter das Fastengebot. Fisch ist, wie alles was unter dem Wasser lebt, erlaubt. Eine theologische Erklärung für das Fischessen am Aschermittwoch und speziell in der 40-tägien Fastenzeit ist, dass Fisch, anders als das Fleisch, nicht gekreuzigt wurde. Außerdem war der Fisch das geheime Erkennungszeichen der frühen Christen. Besonders während der Christenverfolgung. Das Wasserlebewesen hatte aber noch einen ganz anderen, nützlichen Zweck. Fisch war viel günstiger als das teure Fleisch. Allerdings war Fisch früher nicht als Fastenspeise vorgesehen. Das ergab sich erst später, als auch nicht warmblütige Fische als Fastenspeise akzeptiert und gestattet wurden. Ganz findige Fastende haben im Laufe der Jahrhunderte alles, was auf dem Wasser lebt, also auch Enten, Gänse und Biber, der Einfachheit halber zu Fischen erklärt.

 

Rechtzeitig zum Aschermittwoch hilft auch alljährlich das Landwirtschafts- und Ernährungsministerium mit guten Ratschlägen aus. So sollte man gerade in der Fastenzeit auf eine bewusste und kalorienarme Ernährung achten. Was eignet sich da besser als Fisch aus heimischen Gewässern? Ein Karpfen enthalte gerade einmal so viel Fett wie ein mageres Rinderfilet. Daher passe Fisch ausgezeichnet zur Fastenzeit. Es sei ein „ideales Lebensmittel“ und Fische seien ein „reines Naturprodukt“. Außerdem lägen die Vorteile des bayerischen Fisches klar auf der Hand: Kurze Transportwege garantierten für Frische und schnelle Lieferung. Und das nicht nur zur Fastenzeit.

Oben offenes Stimmungsbarometer

Ob Kinder, Mottoliebhaber oder Hobbynarren – Jeder Faschingsfan kommt während der tollen Tage im Landkreis auf seine Kosten. Denn auch heuer ist wieder jede Menge an unterschiedlichen Faschingsveranstaltungen quasi um die Ecke geboten. Hier eine kleine Auswahl:

 

Unterföhring: Auf geht‘s zum traditionellen Kolping-Kinderfaschingsball, am Sonntag, 4. Februar, ab 15 Uhr, im Pfarrsaal des Pfarrzentrums Unterföhring. Für Stimmung sorgen DJ Tom Pö und DJ Bill Mayr. Außerdem tritt das Kinderprinzenpaar der Faschingsgesellschaft Feringa auf. Eintritt: Kinder zwei Euro, Erwachsene vier Euro. Der Kartenvorverkauf findet nur am Samstag, 27. Januar in der Zeit von 10 Uhr bis 11 Uhr im katholischen Pfarrzentrum statt.

 

Unterföhring: Für Kinder von 9 bis 15 Jahren findet am Freitag, 2. Februar in der Zeit von 18 bis 21.30 Uhr, ebenfalls im katholischen Pfarrzentrum eine eigene Faschingsparty, der Celebration Friday, statt. Karten hierzu gibt es an der Abendkasse für zwei Euro. Pfarrzentrum Unterföhring, Pfarrsaal, St. Valentin-Weg 1, 85774 Unterföhring.

 

Garching: Die Freiwillige Feuerwehr Garching lädt zu ihrem Faschingsball am Samstag, 10. Februar, ins Bürgerhaus Garching ein. Motto: „Helden und Bösewichte“. Für tolle Stimmung sorgt die Live-Band „Sm!le“. Karten gibt es zum Preis von 16 Euro ab Dienstag, 30. Januar, bei der Schreibwarenhandlung Weiß. Auch an der Abendkasse sind Karten erhältlich. Garchinger Faschingstreiben ist am Faschingsdienstag, 13. Februar, von 14 bis 19 Uhr auf dem Bürgerplatz Garching.

 

Oberschleißheim: Die Gemeinde Oberschleißheim und die örtlichen Vereine und Verbände laden zum Faschingstreiben am Faschingssonntag, 11. Februar, von 13 bis 18 Uhr auf den Bürgerplatz ein. Wie immer ist für das leibliche Wohl und die musikalische Unterhaltung mit der bewährten Stimmungsband „Coco Nuts“ bestens gesorgt.