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Aus der Gondel über die Wolken zu den Sternen

 

Der Münchner Norden ist reich an Attraktionen – wir stellen die drei spannendsten vor

München ist schön und groß und hat viele Attraktionen. Wer aber weitere richtige Publikumsmagneten kennenlernen will, der muss ins Land, in die Region hinaus. Zum Beispiel in den Münchner Norden nach Garching oder nach Oberschleißheim.

 

Wobei die neueste Attraktion des Münchner Nordens am 28. April ihre Pforten öffnet: die ESO Supernova in Garching. Wobei ESO steht für: European Organisation for Astronomical Research in the Southern Hemisphere. Und der Countdown für die ESO Supernova auf dem Forschungscampus, die jährlich etwa 50.000 bis 100.000 Besucher anziehen soll, läuft. 

 

Herzkammer der ESO Supernova ist das Planetarium mit 109 Sitzplätzen. Hier sollen die Besucher das Gefühl bekommen, selbst zu den Sternen und sogar bis an den Rand des Universums zu fliegen. Die Planetariums-Shows werden auf einer 360-Grad-Kuppel mit 14 Metern Durchmesser gezeigt und werden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch angeboten. Die gesamten 2200 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind, so heißt es in der Ankündigung, „vollgepackt mit faszinierendem Ausstellungmaterial. Mit diesen haptischen, visuellen und akustischen Eindrücken lässt sich das Universum mit allen Sinnen erleben.“

 

In der ESO Supernova kann man aber auch dem Welt-Raum einen Besuch abstatten, kann sich der Illusion hingeben, unter südlichem Sternenhimmel zu wandeln: Die Lichter an der Decke des Planetariums bilden einige Sternbilder ab, die von der Südhalbkugel der Erde aus sichtbar sind. Die Planetariums-Shows werden 2018 kostenlos angeboten!

 

Die ESO Supernova bietet aber nicht nur Spektakel, sondern auch ein umfangreiches Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen (vom Kindergarten bis zur 13. Klasse), sowie Workshops und Lehrmaterial für Lehrer.

 

Das ESO Supernova Planetarium & Besucherzentrum ist eine Kooperation der Europäischen Südsternwarte (ESO) mit dem Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Das Gebäude selbst ist eine Schenkung der Klaus-Tschira-Stiftung (KTS). Die Einrichtung wird von der ESO betrieben. Öffnungszeiten sind jeweils mittwochs, donnerstags, freitags, samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr. Adresse: Karl-Schwarzschild-Str. 2, 85748 Garching bei München. 

 

Blick in die gläserne Werkstatt der Flugwerft.

         Foto: Kanamüller

Gläserne Werkstatt
in der Flugwerft

 

In Hörweite der Garchinger Supernova liegt „die“ Hauptattraktion des Münchner Nordens, an der kein flugbegeisterter Mensch vorbeikommt und die er besucht haben muss: die Flugwerft Schleißheim, ein Ableger des Deutschen Museums. Und so sind die Verantwortlichen des Deutschen Museums denn auch mächtig stolz auf ihren nördlichen Ableger: 127.447 Personen haben die Flugwerft allein im vergangenen Jahr besucht.

 

Im Jahr 1919 entstand ganz in der Nähe von Schloss Schleißheim der Flugplatz für die neu gegründeten Königlich-Bayerischen Fliegertruppen. Um den Flugbetrieb zu garantieren, wurden die heute noch erhaltene „Kommandantur“, damals noch eingerahmt von zwei hölzernen Flugzeughallen, errichtet. Nach einer wechselvollen Geschichte drohten 1988 nach der Auflassung des Flugplatzes die historischen Gebäude aus der Anfangszeit der Fliegerei zu verfallen. Sie konnten aber dank des Engagements flugbegeisterter Bürger erhalten werden und sind nach einer Restaurierung Kern der ersten Außenstelle des Deutschen Museums.

Viele Flugzeuge, die schon lange nicht mehr am Himmel kreisen, kann man hier heute aufwändig restauriert aus der Nähe betrachten.

Auch von außen sieht die ESO Supernova in Garching galaktisch aus.

         Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Altes und neues Schloss Schleißheim.

         Foto: ESO/P. Horalek

Porzellansammlung
im Barockschloss 

 

Nur ein Katzensprung von der Flugwerft entfernt liegt eine weitere Hauptattraktion des Münchner Nordens: Schloss Schleißheim. Kurfürst Max Emanuel hat es nach dem Vorbild von Versailles von 1701 bis 1704 errichten lassen. 39.046 Besucher fanden im vergangenen Jahr den Weg zum Neuen Schloss Schleißheim, das nach Entwürfen von Henrico Zuccalli begonnen und ab 1719 unter Joseph Effner vollendet wurde. Ursprünglich war in Schleißheim eine monumentale Vierflügelanlage geplant. Realisiert wurde aber nur der Hauptflügel. Das tat der Attraktivität des Schlosses keinen Abbruch. Das Neue Schloss Schleißheim gilt als eines der schönsten Barockschlösser. Die Schlossanlage besteht insgesamt aus drei Schlössern. Und zwar aus dem Neuen und Alten Schloss Schleißheim sowie aus Schloss Lustheim. Das Museum im Alten Schloss Schleißheim, ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums, beherbergt zwei Sammlungen unter einem Dach: im Nordflügel „Das Gottesjahr und seine Feste“ und im Südflügel „Es war ein Land …“

 

Schloss Lustheim wiederum ist bekannt für seine international bekannte Porzellansammlung. Öffnungszeiten des Schlosses: April – September: 9 – 18 Uhr, montags geschlossen. Während der Sommersaison (April bis Mitte Oktober) bietet „La Gondola Barocca“ nach Reservierung exklusive Gondelfahrten auf dem Mittelkanal des Schleißheimer Hofgartens an. Neben romantischen Gondelfahrten werden auch spezielle Hochzeitsfahrten sowie kulinarische Gondelfahrten mit Picknick im abendlichen Hofgarten angeboten. Infos unter www.la-gondola-barocca.de oder unter Telefon 089/24295106. Der Schleißheimer Schlosspark, der alle Schlösser verbindet, ist ein Paradebeispiel für die Gartenkunst des 17. Jahrhunderts und einer der wenigen, die bis heute unverändert sind. Gegliedert wird der Garten durch den Schlosskanal.           

Als Museum wurde die Schleißheimer Flugwerft am 18. September 1992 eröffnet. In dem Museum können die Besucher bei einem Rundgang nicht nur schauen und Flieger bestaunen, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen der Außenstelle des Deutschen Museums werfen. Zum Beispiel in die „gläserne Werkstatt“, die dabei so konstruiert ist, dass die Besucher von einer Galerie aus den Flugzeugrestauratoren bei der Arbeit über die Schultern schauen können. „Die Art der Objekte, die unter der Obhut der Flugzeug-Werkstatt stehen, ist vielfältig“, heißt es in einer Beschreibung des Museums. Darin fänden sich ebenso „einfache Flugzeuge aus Holz mit Stoffbespannung aus der Anfangszeit der Fliegerei wie auch moderne Kampfflugzeuge voller Elektronik“.

 

Es sind aber nicht nur „gewöhnliche“ Restaurierungsarbeiten, die in der Schleißheimer Flugwerft durchgeführt werden. Was die Mitarbeiter alles drauf haben, das zeigt sich an spektakulären Projekten. Dazu gehört der Nachbau des berühmten Otto-Doppeldeckers, der von 1912 bis 1914 auf dem Flugplatz Schleißheim als unbewaffnetes Schul- und Beobachtungsflugzeug eingesetzt wurde und von dem in Schleißheim 63 Fluggeräte stationiert waren. Weil von diesem Flugzeug der Königlich-Bayerischen Fliegertruppe kein Exemplar mehr erhalten war, sondern nur Pläne und Zeichnungen, haben Mitglieder des Schleißheimer Flugwerftvereins in Kooperation mit dem Deutschen Museum das technikhistorisch bedeutsame Fluggerät rekonstruiert und in unzähligen Arbeitsstunden nachgebaut – als flugfähiges Exponat mit rund 750 Kilogramm Gewicht, einer Spannweite von 12,5 Metern und angetrieben von einem Vierzylinder-Reihenmotor von BMW. Er macht den historischen Nachbau in der Luft 120 Stundenkilometer schnell. Den Otto-Doppeldecker und weitere 70 Flugzeuge, angefangen vom einfachen Holzgleiter bis hin zur russischen MiG 21 kann man in der Flugwerft anschauen. Das Museum hat täglich von neun bis 18 Uhr geöffnet. An acht Tagen im Jahr ist es geschlossen. Mehr Infos unter: www.deutsches-museum.de/flugwerft.