ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG

Der Torten sind genug gewechselt, nun lasst uns endlich Braten sehen! Der Beruf des Kochs erfordert Leidenschaft.
Foto: Pixabay

Foto: Fotolia

Ganz schön abgebrüht

 

Die Ausbildung zum Koch verlangt einiges von den
Lehrlingen ab

 

Kochen macht Spaß und spiegelt für viele die persönliche Lebenseinstellung wider. Getreu dem Motto „Man ist, was man isst“ wird es zur Lebensphilosophie und Identität. Mit Kochbüchern werden heute Millionen verdient und Fernseh-Köche sind zu Stars geworden. Michelin-Sterne sind ihre Oskars und Filme über Koch-Themen füllen die Kinosäle. Erfolgreiche Köche wie Jamie Olivier oder Tim Mälzer kennt jeder Hobbykoch. Arbeiten kann man in dem Beruf auf der ganzen Welt und vielleicht sein eigenes Restaurant eröffnen. Ein Traumberuf mit Kultstatus, müsste man meinen. Doch die Realität ist ein wenig anstrengender: Viel Arbeit in hohem Tempo bestimmt den Alltag in den meisten Küchen. Und die meisten Lehrlinge landen nicht in Nobelrestaurants, sondern oftmals in Großküchen. Dort erwartet sie Geschnippel, Berge von Kartoffeln, die zu schälen sind, und oft ein sehr bodenständiger Umgangston mit einer festgefügten Hierarchie. Doch wer das Fegefeuer an den Kochherden in den ersten Lehrjahren übersteht, Teamgeist, Belastbarkeit und Präzision in seiner Arbeit mitbringt, auf den wartet immer noch der ersehnte Traumberuf.
Eventuell eigenes Restaurant?

Die Ausbildung erfolgt in der Regel im dualen System: drei Tage praktische Arbeit in der Küche und zwei Tage Theorie in der Berufsschule. Da geht es dann nicht nur um Lagerung, Zubereitung und das Anrichten der Speisen. Großer Wert wird auch auf Kenntnisse in der Hygiene und in Ernährungswissenschaften gelegt. Arbeitsabläufe müssen anhand von Speisenfolgen gelernt werden. Außerdem wird dem Ziel vieler Köche, ein eigenes Restaurant zu führen in der Ausbildung Rechnung getragen. Warenwirtschaft, Büroorganisation und Bürokommunikation sowie Werbung und Verkaufsförderung sind neben dem Kochen und dem Anrichten von Speisen Aufgabenfelder in der Kochausbildung. Die Zutaten müssen schließlich beschafft und gelagert,  Preise kalkuliert werden. Und das Restaurant sollte mit einer attraktiven Menu-Karte für das Zielpublikum in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Im Laufe der Ausbildung spezialisieren sich die angehenden Köche in der Regel auf bestimmte Bereiche. Der Gardemanger sorgt beispielsweise dafür, dass die kalten Speisen rechtzeitig fertig werden und dem Gast serviert werden können. Der Pâtissier kümmert sich um die Süßspeisen zum Dessert. Nach Abschluss der Ausbildung beginnt die Karriere als sogenannter Commis de Cuisine. Im Küchenbereich selbst kann man zum Küchenchef aufsteigen, der die Arbeitsabläufe kontrolliert und koordiniert. Weitere Fortbildungsschritte gibt es beispielsweise als Diätkoch. Oder man belegt einen von der IHK anerkannten Meisterkurs zum Küchenmeister oder Fachwirt im Gastgewerbe. Auch das Studium an einer Hotelfachschule ist möglich und wird als staatlich geprüfter Gastronom oder Betriebswirt abgeschlossen.

Trotz aller angebotenen Ausbildungsschritte bei der Ausbildung zum Koch: Entscheidend für die Karriere ist das Renommee des Restaurants oder Hotels, in dem gearbeitet wird. Große Hotelketten haben dabei den Vorteil, dass man innerhalb des Betriebes neue Standorte und Aufgabenfelder kennenlernen kann. Bewerbungen für eine neue Stelle erfolgen im hochklassigen Restaurantbereich oft über persönliche Kontakte. Wer damit liebäugelt, selbst ein Restaurant zu eröffnen, sollte zumindest einige Jahre in einer Restaurantküche gearbeitet haben und einen genauen Kostenplan im Auge haben.

 

Im öffentlichen Dienst gibt es zudem Jahressonderzahlungen, Zulagen und Zuschläge sowie vermögenswirksame Leistungen. Wer in einem besonders gesuchten Beruf arbeitet, also beispielsweise als Erzieher/in oder Pfleger/in, kann mit weiteren Sonderleistungen rechnen.

Teuflische Details

 

Formfehler können die Job-Chance kosten – so kann man sie vermeiden

 

Wenn Personaler die Bewerbungen sichten, dauert der allererste Blick auf die Unterlagen meist nur wenige Sekunden. Und gut 40 Prozent der Bewerber scheitern bereits hier an simplen Formfehlern. Die Bundesagentur für Arbeit hat einen Schnell-Check, unter anderem für folgende schwerwiegende Fehler:

 

  • Schreibfehler im Namen der Firma, ihrer Rechtsform oder des Ansprechpartners im Anschreiben sind unverzeihlich. Schließlich lässt das Schlüsse auf die gesamte Bewerbung zu. Das Anschreiben sollte man nicht einheften, es liegt lose auf der Bewerbungsmappe.
  • Rechtschreibfehler werden als Oberflächlichkeit oder mangelnde Deutschkenntnisse gewertet. Wer sich unsicher ist, sollte seine gesamte Bewerbung von jemandem gegenlesen lassen und/oder ein Rechtschreibprogramm nutzen.
  • Sorgfalt in Form und Inhalt ja, aber nicht schon im Anschreiben den halben Lebenslauf schildern. Hier sollte man sich, sachlich korrekt, nur auf die ausgeschriebene Stelle beziehen.
  • Die Unsitte, alle Einzelblätter einer Bewerbung in Klarsichtfolien einzulegen, erschwert die Sichtung unnötig und ist inzwischen verpönt.
  • Bewerbungsmappen in neutralen Tönen wie Grau oder Dunkelblau wählen – keinesfalls in grellen Farben wie beispielsweise Gelb. Teure, aufwendige Mappen sind mitunter zu unpraktisch für den Leser. Die Zweitverwendung von zurückgeschickten Mappen ist tabu.
  • Unbedingt auf Makellosigkeit der Unterlagen achten sowie auf einheitliches, hochwertiges, linien-, knitter- und fleckenfreies Papier. Vor dem Abschicken die Unterlagen auf Vollständigkeit überprüfen: Anschreiben, Foto (nicht zwingend, aber gern gesehen), Lebenslauf, Zeugnisse; Anschreiben und Lebenslauf persönlich unterschreiben, persönliche Telefonnummer und E-Mail-Adresse in den Briefkopf eintragen.
  • Immer häufiger wünschen Unternehmen die Bewerbung online. Aber auch hier bemängeln Personaler eine zu geringe Sorgfalt. Die häufigsten Fehler: eine zu große Datenmenge, schlechte Formatierungen, nachlässig erstellte Informationen. Als erwünschter Standard gilt eine neutrale E-Mail-Adresse (etwa vorname.nachname@provider.de). Die Betreffzeile sollte das Stichwort Bewerbung, den Job-Titel sowie (wenn angegeben) die Kennziffer / Referenznummer der Stellenanzeige enthalten. Der eigentliche Text der E-Mail kann bereits das Anschreiben darstellen. Es sollte mit einer kurzen Begrüßungsformel beginnen und anschließend kurz und präzise auf die Bewerbung hinweisen. Nach der Grußformel am Schluss kommt noch die Angabe von Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Lebenslauf und Zeugnisse sollten im Text als PDF-Anhänge aufgelistet und auch genau in dieser Reihenfolge abgespeichert werden. Der Anhang sollte insgesamt nicht 3 MB überschreiten. Bitte von Word oder Excel-Dateien die Finger lassen. Sie können Viren übertragen. Komprimierte Zip-Dateien werden oftmals von der Firewall des Unternehmens blockiert. Das Foto wird hier üblicherweise in den Lebenslauf eingebettet. Beim Scannen von Dokumenten bitte sorgfältig vorgehen und etwa Schieflagen vermeiden. Eine Online-Bewerbung gilt immer mehr als eine Art Kurzbewerbung. Also nur die wirklich erbetenen Zeugnisse et cetera anhängen.

 

Foto: Bundesagentur für Arbeit

Klar und konkret

 

Die Kampagne „Typisch Ich!“ der Bundesagentur für Arbeit will jungen Menschen sinnvolle,
frühzeitige Hilfestellung bei der Gestaltung der eigenen beruflichen Zukunft geben

 

Knapp ein Drittel der Studenten bricht das Studium wieder ab oder wechselt die Studienrichtung. Bei den Azubis ist es immerhin ein Viertel, das eine begonnene Berufsausbildung vorzeitig beendet oder den Ausbildungsberuf wechselt. Ein Grund: zu wenig Orientierung. Ergänzend zur Berufsberatung sollen sogenannte Selbsterkundungstools der Bundesagentur für Arbeit (BA) jungen Menschen dabei helfen, nach der Schule den passenden Weg einzuschlagen. Die Selbsterkundungstools richten sich an junge Leute, die sich für ein Studium oder eine Berufsausbildung interessieren. Sich durch die Fragen zu klicken, kann durchaus eine Stunde dauern, „aber es ist ja auch eine Frage für den weiteren Lebensweg“, so ein Sprecher der BA. Berufsorientierung ist extrem komplex. Die Kampagne der Bundesagentur für Arbeit „Typisch Ich!“ dient in dieser Phase als Kompass. Der Slogan lautet: „Mach nicht irgendwas. Sondern das, was zu dir passt!“ Ziel ist, dass sich Jugendliche frühzeitig mit ihrer Zukunft auseinandersetzen. „Die Entscheidung für ein Studium oder eine Ausbildung ist ein Meilenstein für die nächsten Jahre. Diese sollte gut getroffen werden“, so der Sprecher der BA. Dazu gehört auch, frühzeitig eigene Talente zu entdecken. Berufsorientierung sollte nicht erst in der zehnten oder zwölften Klasse beginnen – sondern „so früh wie möglich“, lautet der eindringliche Rat des BA-Experten. Es gibt mehr als 300 Ausbildungsberufe und unzählige Studienmöglichkeiten. Da fällt die Orientierung schwer. Genau an diesem Punkt möchte die BA mit der Kampagne das junge Publikum erreichen. Ein Schwerpunkt der Kampagne liege im Online-Bereich. Der Schlüssel liegt im perfekten Zusammenspiel aus Online-Selbsterkundung und persönlichem Gespräch mit den Experten der BA.

 

 

Foto: Pixabay